Die Tremiti-Inseln

August 05  2011 by Sara
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Unterwasserparadies


Die Tremiti-InselnDie Tremiti-InselnCredits: Flickr


Die Tremiti-Inseln sind ein kleiner Archipel von seltener Schönheit, der sich in der Adria nördlich der Halbinsel des Gargano befindet. San Domino, San Nicola, Capraia, Cretaccio und Pianosa, die fünf winzigen Inseln, aus denen die Gruppe besteht, sind aufgrund des kristallklaren Wassers und der Schönheit der Über- wie der Unterwasserwelt ein beliebtes Touristenziel.

San Domino ist die Insel mit den meisten touristischen Einrichtungen; sie verfügt über den einzigen Sandstrand. Auf San Nicola lebt ein Großteil der insgesamt 350 Einwohner der Inselgruppe. Ein Kloster, in dem ein Mönch namens Nicolò beigesetzt wurde, hat dort seinen Sitz.


Die Tremiti-InselnDie Tremiti-InselnCredits: Flickr


Der Legende zufolge erhob sich jedes Mal, wenn jemand versuchte, seinen Leichnam von der Insel fortzuschaffen, ein heftiger Sturm, der die Schifffahrt um die Insel unmöglich machte. Nur die Inseln San Domino und San Nicola sind bewohnt, obgleich die anderen drei kleinen Inseln mit dem Boot angesteuert werden können, um sich an den Felslandschaften zu erfreuen und die herausragenden Sporttauchmöglichkeiten in ihren Gewässern zu nutzen.
Die Sage berichtet, dass der griechische Held Diomedes hier landete, starb und begraben wurde und dass seine Gefährten in Gelbschnabel-Sturmtaucher verwandelt wurden: Seevögel, die auf den Felsen von San Domino nisten. Die wichtigsten Felsgebilde sind der Crepaccio und die Vecchia. Die Insel San Nicola mit ihrer Burg und der Kirche Santa Maria del Mare, die ein Mosaik der Schwarzen Madonna beherbergt, bildet das historische Herz der Tremiti-Inseln.


Die Tremiti-Inseln - die Kirche und das BenediktinerklosterDie Tremiti-Inseln - die Kirche und das BenediktinerklosterCredits: Flickr


Die Inseln waren seit der Jungsteinzeit bewohnt. Im 9. Jahrhundert kamen Benediktinermönche auf die Inseln und im 11. wurden die Kirche und das Benediktinerkloster (1045) erbaut. Die Inselgruppe wurde – erstmals während des Römischen Reiches – als Verbannungsort benutzt. Giulia Minore, die Enkelin von Augustus, wurde 20 Jahre lang bis zu ihrem Tod auf die Inseln verbannt, als ihr Großvater entdeckte, dass sie Ehebruch begangen hatte. Dies war der Anfang einer langen Reihe von Verbannungen und Gefangenschaft im Verlauf der Geschichte bis ins 20. Jahrhundert, als Benito Mussolini die Insel zum letzten Mal in diesem Sinne nutzte. Unter dem Faschismus wurde der künftige Staatspräsident Sandro Pertini dorthin verbannt.


Die Tremiti-InselnDie Tremiti-InselnCredits: Flickr


Um die Inseln neu zu bevölkern brachte Ferdinand II. König beider Sizilien 1843 zahlreiche Menschen aus den Armenvierteln von Neapel hierher, die größtenteils Fischer wurden. Die Tremiti-Inseln sind heute Meeresschutzgebiet und mit ihrer einzigartigen Umwelt mitten im blauen Wasser der Adria Lebensraum einer reichen Unterwasserwelt.
Die Inseln sind aufgrund der zahlreichen Höhlen und Unterwasserhöhlen in den Gewässern des Archipels ein sehr beliebtes Tauchgebiet. Doch erkunden die Taucher nicht nur die eindrucksvollen Unterwasserhöhlen und Korallenriffe, sondern auch ein römisches Schiffswrack, das vor San Dominos Cala Zio Cesare in 24 Meter Tiefe liegt.


Die Tremiti-InselnDie Tremiti-InselnCredits: Flickr


Viele der herrlichen Buchten von San Domino haben aufgrund der schroffen Küste der Insel eine sehr abgeschiedene Atmosphäre. Cala Matano, Cala Tramontana und Cala delle Arene (der einzige Sandstrand des Archipels) verdienen alle besonders hervorgehoben zu werden. Die duftenden Pinienwälder, die auf San Domino fast bis ans Wasser heranreichen, laden zu schönen Spaziergängen ein, und die Insel ist klein genug, um in zwei Stunden zu Fuß durchquert zu werden. Bootsfahrten zu den zahlreichen Küstenhöhlen der Inseln starten den ganzen Tag über von den Häfen von San Domino und San Nicola. Da nur diese beiden Inseln bewohnt sind, ist ein Picknickpaket unerlässlich, falls Sie einen Besuch der anderen drei Inseln planen.

Fähren zu den Inseln verkehren von Rodi, Peschici, Vieste, Manfredonia und Termoli aus. Man kann auch mit dem Hubschrauber vom Flughafen Foggia hinfliegen.

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